node created 2019/09/29
Sie werfen die Bomben ganz in der N├Ąhe ab, das dr├Âhnt, verbreitet Schrecken. Wir f├╝hlen uns nicht mehr so verlassen. Sie sind da, das Ger├Ąusch dauert fort, wir richten uns auf, wir lauschen; sie sind m├Ąchtig, unangreifbar. Die SS zittert. Wir haben keine Angst, und wenn wir Angst haben, ist es eine Angst, die gleichzeitig auch lachen macht. Sie sitzen in ihrer kleinen Kabine, sie sind gekommen, um eine Stunde ├╝ber Deutschland zu verbringen, sie werden nie wissen, wer wir sind, doch die Bombardierung buchen wir f├╝r uns. Wir kosten die Angst der SS ganz aus.
"Das Menschengeschlecht"
Seite 91
Man glaubt, da├č man sich w├╝nscht, den SS-Mann umbringen zu k├Ânnen. Doch wenn man ein wenig dar├╝ber nachdenkt, wei├č man, da├č man sich irrt. So einfach ist das gar nicht. Man m├Âchte ihn n├Ąmlich zun├Ąchst einmal mit dem Kopf nach unten aufh├Ąngen, die Beine in die Luft. Und sich schieflachen, sich wirklich schieflachen. Jene, die Menschen sind, wir, die wir menschliche Wesen sind, wir m├Âchten auch ein wenig spielen. Wir w├╝rden des Spiels schnell m├╝de werden, aber was wir m├Âchten, ist dies: Kopf nach unten, F├╝├če in die Luft. Das m├Âchten wir gern mit den G├Âttern tun.
"Das Menschengeschlecht"
Seite 111
Wir k├Ânnen zwar gleichzeitig lachen, aber nicht zusammen. Mit ihm zu lachen hie├če gelten lassen, da├č es zwischen uns eine Gemeinsamkeit des Verstehens geben, da├č etwas die gleiche Bedeutung haben k├Ânnte. Aber ihr Leben und unser Leben habe eine genau gegens├Ątzliche Bedeutung. Wenn wir ├╝ber etwas lachen, dann ist es etwas, ├╝ber das sie leichenbla├č werden. Wenn sie lachen, dann ├╝ber etwas, das wir hassen.
"Das Menschengeschlecht"
Seite 139